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Lieblingsjob verlust

Mit viel Überredungskunst innerhalb und außerhalb des Unternehmens, mit persönlichem Einsatz und langgehegter Vorfreude gelang es, einen jährlichen Reader als klassisches Buch bei Hernstein ZUR PUBLIKATION herauszubringen. Mit knappem Budget wurde dennoch auf feinste Materialen wertgelegt, eine eigene Schriftfarbe unterstützte die Lesefreundlichkeit – Glückseligkeit allerorten. Ein trauriges Missverständnis beendete die Glückssträhne; mit neuer Besetzung war die Produktion plötzlich Aufwand und nicht mehr Erfüllung: »Gute Nachricht: Du braucht es nicht mehr zu machen« – sollte mich über den Verlust hinweg trösten.

 

 

Aufnahmevermögen

Lesetechnisch betrachtet unterfordert uns die Einzeiligkeit; wir nehmen aus dem Blickwinkel weit mehr auf als nur die Buchstaben eines Wortes. Dieses Kriterium berücksichtigend versorgt uns die kleine Broschüre des Drehbuchforums  ZUM DREHBUCHPREIS neben den Hauptmeldungen noch mit Zusatzinformationen, die weniger gelesen als erfasst werden. Das erschien der Jury des Joseph Binder Awards eine Auszeichnung wert.
  
  

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In den schrillen Zeiten der Achtziger – Berlin war Vorbild – entwickelten wir gemeinsam mit Ludwig Blahas Verlag Cicero ein Konzept für eine Stadtzeitung. »Max« sollte sie heissen, und dies war nicht nur Arbeitstitel, sondern auch bereits mit Entwürfen eingetragen und patentiert. (Was sich durchaus noch ohne Computer  ZU DEN SCRIBBLES  machen liess!) Die komplexen Entwicklungen zogen sich jedoch in die Länge und als ein gewisser italienischer Verlag das schicke, internationale Max-Magazin nach Österreich bringen wollte, kam uns sein finanziell, süsses Angebot sehr gelegen … Und so hat Wien bis heute nur eine Stadtzeitung!

BULLIT PROOF GEWINN

Meine erste Auszeichnung erhielt ich in New York. Das war relativ umwerfend. Der Katalog der frühen Diagonale (Salzburg!) hielt sich an das hohe, schlanke Din-Format  ZUR DIAGONALE , was dem Juror des ID Contests offenbar praktisch erschien: In die Seitentasche gesteckt würde es somit zugleich vor einem Schusswechsel schützen!
  

HEUTE VOR 15 JAHREN

Anhand des Archivs meiner Honorarnoten eruiert: 

 
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Das schönste Ergebnis zum Schulschluss war alljährlich die Buchserie »Schauwerk«, die von der Abschlussklasse der Werbeakademie ZUM BUCH konzipiert, editiert, gestaltet und: wirklich gedruckt wurde. Alle 16 Seiten änderte sich das Thema, das Papier und die Schrift … Fünf Ausgaben wurden gemeinsam luftdicht verschweisst, freundlicherweise von der Fleischabteilung bei Meinl am Graben gesponsort und ebendort getätigt.
Das Schauwerk wurde in der Publikation »On New Book Design« von Roger Fawcett-Tang international ausgezeichnet.

 

MIT SICH SELBST PITCHEN

Bei gleich zwei KlientInnen hielt unsere Zusammenarbeit so lange, dass sich in dieser Zeit (einige!) Wechsel in der Geschäftsführung vollzogen. Meist geht mit der Leitung auch das alte Erscheinungsbild ins »Off« und damit auch die Grafik … Spannenderweise konnten wir die KlientInnen ZU HERNSTEIN überzeugen, uns für einen neuen Vorschlag in Betracht zu ziehen: Somit konkurrierten wir mit uns selbst, – was ich persönlich als eine schöne Herausforderung betrachte. Man bekommt die reale Chance, seine eigene Arbeit ZU KULTURKONTAKT AUSTRIA kritisch zu beleuchten, zu schärfen und neu zu positionieren. Harte Frage dabei: Wie weit kann man sich selbst entsorgen?